Der Ratgeber von der Pferdeklinik Kottingbrunn

Impfungen beim Pferd: Tetanus, Influenza & Herpes im Überblick

Impfungen gehören zur Grundvorsorge jedes Pferdes – und doch herrscht oft Unsicherheit: Welche Impfungen sind wirklich nötig, wie oft muss aufgefrischt werden und was gilt für Turnierpferde?

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Warum Impfungen beim Pferd so wichtig sind

Pferde sind in vielerlei Hinsicht empfindlich. Manche Infektionskrankheiten verlaufen schwer oder sogar tödlich, andere breiten sich in Stall- und Turniergemeinschaften rasant aus. Impfungen schützen nicht nur das einzelne Pferd, sondern den gesamten Bestand – denn je mehr Tiere geschützt sind, desto geringer ist die Ansteckungsgefahr für alle.

Welche Impfungen für Ihr Pferd sinnvoll sind, hängt von Alter, Haltung und Nutzung ab. Tetanus gilt als Basisschutz für jedes Pferd, während Influenza und Herpes vor allem dort wichtig sind, wo viele Pferde zusammenkommen.

Tetanus (Wundstarrkrampf): der Basisschutz für jedes Pferd

Tetanus wird durch ein Bakteriengift ausgelöst, das über Wunden in den Körper gelangt. Pferde reagieren besonders empfindlich darauf – bricht die Erkrankung einmal aus, verläuft sie fast immer tödlich. Da sich Pferde im Alltag schnell verletzen, ist die Tetanusimpfung für ausnahmslos jedes Pferd unverzichtbar, unabhängig davon, ob es im Sport läuft oder nur auf der Koppel steht.

Nach der Grundimmunisierung aus zwei Injektionen erfolgt eine erste Auffrischung nach etwa einem Jahr, danach wird in mehrjährigen Abständen nachgeimpft. Das genaue Intervall legt die Tierärztin individuell fest.

Pferdeinfluenza:

Schutz im Turnier- und Stallbetrieb

Die Pferdeinfluenza ist eine hochansteckende Viruserkrankung der Atemwege. Sie verbreitet sich sehr schnell und zeigt sich durch Husten, Fieber und Nasenausfluss. Gerade dort, wo viele Pferde Kontakt haben – im Turniersport, in großen Ställen oder bei häufigen Transporten – ist der Impfschutz besonders wichtig.

Für Turnierpferde ist die Influenzaimpfung in der Regel vorgeschrieben. Die genauen Vorgaben zu Intervallen und Fristen regeln die Reitsportverbände (in Österreich der OEPS, international die FEI) – und sie können sich ändern. Prüfen Sie daher vor der Turniersaison die aktuell gültigen Bestimmungen. Außerhalb des Turniersports wird meist seltener aufgefrischt; auch hier entscheidet die tierärztliche Empfehlung.

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Herpes (EHV):

wichtig für Zuchtstuten und große Bestände

Die equinen Herpesviren (vor allem EHV-1 und EHV-4) können Atemwegserkrankungen auslösen, bei tragenden Stuten zu Virusabort führen und in seltenen Fällen eine schwere neurologische Form verursachen. Besonders in großen Beständen und in der Zucht spielt Herpes eine wichtige Rolle.

Wichtig zu wissen: Die Impfung verringert die Krankheitsanzeichen und die Virusausscheidung und schützt tragende Stuten vor dem Virusabort – einen vollständigen Schutz, insbesondere vor der neurologischen Form, bietet sie jedoch nicht. Am wirksamsten ist die Herpesimpfung, wenn möglichst viele Pferde eines Bestands mitgeimpft werden. Zuchtstuten werden gezielt während der Trächtigkeit geimpft.

Ein Überblick:

Grundimmunisierung und Auffrischung

So unterschiedlich die Krankheiten sind, so ähnlich ist das Grundprinzip: Am Anfang steht immer eine Grundimmunisierung aus mehreren Injektionen, damit der Körper einen stabilen Schutz aufbaut. Danach muss dieser Schutz regelmäßig aufgefrischt werden, sonst lässt er nach.

  • Tetanus: Auffrischung in mehrjährigen Abständen
  • Influenza: regelmäßige Auffrischung, bei Turnierpferden nach den Verbandsvorgaben häufiger
  • Herpes: regelmäßige Auffrischung, bei Zuchtstuten abgestimmt auf die Trächtigkeit

Welches Schema für Ihr Pferd passt, hängt von seiner Lebenssituation ab. Wir stellen Ihnen gern einen individuellen Impfplan zusammen.

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Der richtige Zeitpunkt – und warum sich der Herbst anbietet

Grundsätzlich kann das ganze Jahr über geimpft werden. Der Herbst ist jedoch ein guter Zeitpunkt, um den Impfschutz vor der Stallsaison aufzufrischen: In den Wintermonaten stehen Pferde enger zusammen, und Atemwegserkrankungen verbreiten sich im geschlossenen Stall leichter.

Geimpft wird nur bei gesunden Pferden. Vor jeder Impfung steht daher eine kurze Gesundheitskontrolle. Alle Impfungen werden im Equidenpass eingetragen – dieser Nachweis ist nicht nur Pflicht, sondern auch bei Turnieren und Stallwechseln wichtig. Nach der Impfung sollte Ihr Pferd ein bis zwei Tage geschont werden.

Häufige Fragen zu Impfungen beim Pferd

Als Basisschutz gilt die Tetanusimpfung für jedes Pferd. Je nach Haltung und Nutzung kommen Influenza (besonders für Turnier- und Stallpferde) und Herpes (vor allem in großen Beständen und in der Zucht) hinzu. Den passenden Impfplan legt die Tierärztin individuell fest.

Tetanus wird durch ein Bakteriengift ausgelöst, das über Wunden in den Körper gelangt. Pferde sind besonders empfindlich, und die Erkrankung verläuft fast immer tödlich. Da sich Pferde leicht verletzen, ist der Impfschutz für jedes Pferd unverzichtbar.

Nach der Grundimmunisierung aus zwei Injektionen wird nach etwa einem Jahr erstmals aufgefrischt, danach in mehrjährigen Abständen. Das genaue Intervall bestimmt die Tierärztin.

Nach der Grundimmunisierung ist eine regelmäßige Auffrischung nötig. Für Turnierpferde gelten die Vorgaben der Reitsportverbände (OEPS bzw. FEI), die häufiger aufgefrischt werden müssen. Außerhalb des Turniersports entscheidet die tierärztliche Empfehlung.

Die Herpesimpfung verringert Krankheitsanzeichen und Virusausscheidung und schützt tragende Stuten vor dem Virusabort. Einen vollständigen Schutz, besonders vor der neurologischen Form, bietet sie nicht. Am besten wirkt sie, wenn ein ganzer Bestand mitgeimpft

Für die Turnierteilnahme ist in der Regel die Influenzaimpfung verpflichtend. Die genauen Fristen regeln OEPS und FEI und können sich ändern. Prüfen Sie die aktuellen Bestimmungen rechtzeitig vor der Saison.

Alle Impfungen werden im Equidenpass des Pferdes dokumentiert. Dieser Nachweis ist Pflicht und wird unter anderem bei Turnieren und Stallwechseln benötigt.

Geimpft werden kann das ganze Jahr über. Der Herbst eignet sich gut, um den Schutz vor der Stallsaison aufzufrischen, da sich Atemwegserkrankungen im Winter im geschlossenen Stall leichter ausbreiten. Geimpft wird nur bei gesunden Pferden.

Ist Ihr Pferd ausreichend geschützt?

Gern prüfen wir den Impfstatus Ihres Pferdes und stellen einen individuellen Impfplan für Tetanus, Influenza und Herpes zusammen. Vereinbaren Sie einen Termin in der Pferdeklinik Kottingbrunn.