Hufrehe durch üppige Weide: Warnsignale früh erkennen
Eine saftig grüne Sommerweide wirkt wie das Paradies für jedes Pferd – doch für manche Tiere kann sie gefährlich werden. Hufrehe ist eine der schmerzhaftesten Erkrankungen beim Pferd und ein echter Notfall.
Je früher Hufrehe beim Pferd erkannt wird, desto besser stehen die Chancen, bleibende Schäden zu verhindern. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum üppige Weiden zum Risiko werden, an welchen Warnsignalen Sie Hufrehe früh erkennen und was im Ernstfall sofort zu tun ist.

Was ist Hufrehe?
Hufrehe (Laminitis) ist eine schmerzhafte Entzündung und Störung der Huflederhaut – jener feinen, gut durchbluteten Struktur, die das Hufbein fest mit der Hufwand verbindet. Wird diese Verbindung geschädigt, kann sich das Hufbein im Huf verschieben: Es kommt zur gefürchteten Hufbeinrotation oder -senkung.
In schweren Fällen ist die Erkrankung lebensbedrohlich. Hufrehe ist deshalb immer ein Notfall, der sofortiges Handeln erfordert.
Warum üppige Weide zum Risiko wird...
Saftiges, schnell wachsendes Gras enthält viel Zucker und Fruktane. Bei empfindlichen Pferden bringt diese Kohlenhydratflut den Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht. Heute weiß man, dass bei der weidebedingten Hufrehe vor allem eine gestörte Insulinregulation die entscheidende Rolle spielt.
Besonders tückisch: An sonnigen Tagen mit kühlen Nächten reichert das Gras besonders viel Zucker an – das Risiko steigt dann zusätzlich.
Welche Pferde sind besonder gefährdet?
Wenn Ihr Pferd zu einer dieser Gruppen gehört, ist beim Weidegang besondere Vorsicht geboten.
Hufrehe früh erkennen
Je früher Sie reagieren, desto besser. Achten Sie auf folgenden Anzeichen:
Meist sind beide Vorderhufe betroffen, seltener alle vier. Schon einzelne dieser Anzeichen sind ein Grund, sofort zu handeln.
Was tun bei Verdacht auf Hufrehe?
Hufrehe ist ein Notfall. Zögern Sie nicht und rufen Sie umgehend die Pferdeklinik an. Bis Hilfe kommt, gilt:
Über unseren 24-Stunden-Notdienst erreichen Sie uns rund um die Uhr und erhalten sofort eine klare Ersteinschätzung.
Behandlung in der Klinik
In der Klinik steht zunächst eine wirksame Schmerztherapie im Vordergrund. Parallel klären wir die Ursache ab und behandeln sie gezielt. Röntgenaufnahmen zeigen, ob und wie stark sich das Hufbein bereits verlagert hat. Ergänzend ist ein konsequentes Fütterungs- und Gewichtsmanagement entscheidend, um Rückfälle zu vermeiden.

So beugen Sie Hufrehe vor
So senken Sie das Risiko deutlich - gerade für bekannte Risikopferde.
Zeigt Ihr Pferd Anzeichen von Hufrehe? Jede Minute zählt.
Warten Sie nicht ab. Die Pferdeklinik Kottingbrunn ist über den 24-Stunden-Notdienst rund um die Uhr für Sie erreichbar: +43 664 4239563. Wir geben Ihnen sofort eine fundierte Ersteinschätzung und leiten die nächsten Schritte ein.


